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Ein Eistauchwochenende mit dem USZ Zürich [NEREUS]
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- Published on Saturday, 01 January 2005 00:00
- Written by Danja Klink
"Erst die Arbeit dann das Vergnügen", diesen Spruch musste jeder von uns schon einmal hören. Und er trifft sicherlich auch auf das Eistauchen zu. Bevor man in glasklare, mit diffusem Licht durchschienene Gewässer steigen kann, muss man erst einmal zur Säge und zur Hacke greifen und kräftig schuften.
Auch uns erging es im letzten März nicht anders. Nachdem unser Gepäck und Tauchzeug per Gondel zum Arnisee auf 1368 Meter transportiert wurde und alles an seinem Platz verstaut war, besichtigten wir das Eis. Beste Verhältnisse trafen wir an. Das Wetter konnte nicht schöner sein, kaum Schnee auf dem Eis und die Eisdicke mehr als ausreichend.
Nach einer kurzen Lagebesprechung und Briefing im Restaurant Alpenblick gingen wir ans Werk. Glücklicherweise muss man heute nicht mehr zu der langen Säge greifen, sondern kann eine Motorsäge nutzen. Doch dies schien die Phantasie einzelner zu beflügeln. Ein langweiliges Dreieck, wie es in den Lehrbüchern steht? Nein, viel zu einfach...
Die erste, ungeduldige Tauchgruppe machte sich bereits zum Tauchgang bereit und nutzte die Bacheinlaufstelle als Einstiegsloch. Gesichert mit den obligatorischen Leinen gingen sie auf Fotopirsch, währenddessen auf dem Eis noch kräftig diskutiert und gearbeitet wurde. Die Jacken und Pullover gaben schnell zu warm und wurden abgelegt. Die Eisplatten konnten leider nicht alle, wie üblich, unter die Eisfläche geschoben werden. Der See war wohl zugefroren, wieder oben angetaut und dann wieder gefroren. Es bildeten sich zwei Eisschichten, die nur mit einem langen Sägeblatt zu durchdringen waren und die Eisbrocken mussten aus dem See gefischt werden.
Nach zwei Stunden und vier kaputten Helfern war unser „Einstiegsloch“ dann endlich soweit. Strahlend blauer Himmel, breit grinsende Gesichter und ein Delphin mitten im See, so konnte man zufrieden zum Mittagessen gehen und dann das ganze Wochenende wunderschöne Tauchgänge im glasklaren Wasser geniessen.
Der Arnisee bietet vor allem für Eistauchanfänger ideale Bedingungen. Die Infrastruktur mit Restaurant Alpenblick, Bettenlager und Dusche befindet sich in direkter Nähe. Der See mit dem Bacheinlauf und dem damit immer freien Bereich bietet die Möglichkeit sich langsam an die Leine zu gewöhnen und sich an die Eiskante heranzutasten. Man muss also nicht gleich beim ersten Mal in ein Eisloch springen. Die Seetiefe mit maximal 10 Meter bietet nicht den Anblick eines schwarzen Loches, hell, klar und mit Schattenspielen auf dem Grund, so kann man das Eistauchen geniessen.
Eines wird uns von diesem Wochenende sicher in Erinnerung bleiben: das Bild des Delphines durch die Sonne auf den Seegrund gezeichnet, wunderschön!

